Lenkungsausschuss

Der Lenkungsausschuss "Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen" wurde am 2. November 2016 etabliert. Der Lenkungsausschuss vereint kompetente Beratung und interdisziplinäre Begleitung des Projektes "Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen" durch Experten und Expertinnen aus der Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und dem Gesundheitswesen. Dabei werden das Know-How der Charité sowie bestehende Synergien und Expertisen von FachexpertenInnen genutzt. Neben dem Lenkungsausschuss werden weitere Taskforces gebildet, an denen u. a. Mitglieder des Lenkungsausschusses beteiligt sind.

Sie befinden sich hier:

Dilek Kolat

Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

„Eine vielfältige Stadt wie Berlin braucht interkulturelle Kompetenz auch im Gesundheitswesen. Die Charité geht mit gutem Beispiel voran und setzt sich für die interkulturelle Öffnung im Bereich der Patientinnen und Patienten, aber auch der Beschäftigten ein. Sie trägt damit in hohem Maße zur Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund bei. Ich freue mich, dass ich meine persönlichen Erfahrungen als Migrantin und Gesundheitssenatorin in den Lenkungsausschuss Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen einbringen kann.“


PD Dr. Joachim Seybold MBA

Stellv. Ärztlicher Direktor Charité, Mitte
 
Herr Dr. Seybold ist Koordinator von „Charité hilft“, eines Programms zur medizinischen Versorgung von Flüchtlingen mit Erstuntersuchungen, Impfungen und psychiatrischer Clearing-Stelle.
Er ist Leiter des internationalen Weiterbildungsprogramms für Ärzte/innen.


Prof. Dr. Jalid Sehouli

Direktor der Klinik für Gynäkologie mit Zentrum für okologische Chirurgie und Klinik für Gynäkologie Charité Standort Virchow und Initiator der Koordinierungsstelle Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen

„Ich freue mich über die Unterstützung für das Konzept Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen und bin sicher, dass das Projekt Signalcharakter für andere Bundesländer haben wird.“


Prof. Dr. Ulrich Frei

Ärztlicher Direktor
CharitéUniversitätsmedizin Berlin

„Ich freue mich, Mitglied im Lenkungsausschuss Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen zu sein. Die Mitarbeiter und Patienten der Charité erleben täglich, wie herausfordernd und bereichernd das Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen verschiedener Kulturen sein kann. Dies zu stärken und zu verbessern sehe ich als gemeinsames Ziel der Akteure des Berliner Gesundheitswesens.“


Judith Heepe

Pflegedirektorin der Charité Universitätsmedizin Berlin

In der Charité erleben wir die Internationalisierung und Diversifizierung der Gesellschaft unmittelbar. Die gezielte Förderung von interkultureller Kompetenz, also der Fähigkeit mit Individuen und Gruppen anderer Kulturen erfolgreich und angemessen zu interagieren, ist für uns bereits in der Ausbildung ein wesentlicher Bestandteil der Personalentwicklung.
Gerne zitiere ich sinngemäß die Allgemeine Erklärung zur kulturellen Vielfalt der Vereinten Nationen aus dem Jahre Nov. 2001: „Als Quelle des Austauschs, der Erneuerung und der Kreativität ist kulturelle Vielfalt für die Menschheit ebenso wichtig wie die biologische Vielfalt für die Natur.“


Prof. Dr. Andreas Heinz

Klinikdirektor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CCM
 
Prof. Heinz ist Leiter der AG Gesundheit im Berliner Institut für Migrationsforschung, Gründer des Zentrums für Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (ZIPP) der Charité, er studierte Medizin, Anthropologie und Philosophie


Prof. Dr. med. Meryam Schouler-Ocak

Ltd. Oberärztin der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus

Frau Dr. Schouler-Ocak ist Leiterin des Forschungsbereiches Interkulturelle Migrations- und Versorgungspsychiatrie, Sozialpsychiatrie der Charité.


Dr. med. Günther Jonitz

Präsident der Berliner Ärztekammer

geboren 1958 in München; Facharzt für Chirurgie; seit 1999 Präsident der Ärztekammer Berlin und Mitglied im Vorstand der Bundesärztekammer; Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer; Vertreter der Bundesärztekammer im Kuratorium des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sowie des Kuratoriums des Instituts für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG); Gründungsmitglied des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin; Nationaler Fachexperte und Berater des Bundesministeriums für Gesundheit für Fragen der Patientensicherheit in internationalen Gremien; Leiter des Arbeitskreises „Patientensicherheit als nationales Gesundheitsziel“ im Rahmen von Gesundheitsziele.de; Mitglied im Präsidium des Deutschen Instituts für Normung e. V. (DIN); Gründungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (im APS für den Themenbereich Internationales verantwortlich); Vorstandsmitglied der Ärztegewerkschaft Marburger Bund Landesverband Berlin/Brandenburg. 2016 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für seine Verdienste im Rahmen der Einführung von Patientensicherheit (PS) und Werteorientierung im Gesundheitswesen (VBHC).

„Medizin und Pflege sind genauso international und multikulturell wie unsere Patienten.“


Emine Demirbüken-Wegner  MdA

Frau Demirbüken-Wegner ist Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, sie ist verheiratetund hat 2 Kinder. Sie wurde 1961 in Kilis/Türkei geboren. Seit 2006  Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses von Berlin. Von Dezember 2011 bis Oktober 2016 war sie Staatssekretärin für Gesundheit und Mitglied der Landesregierung. Seit 2017 ist sie Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie und gehört zudem dem Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation als Mitglied an.
In der CDU war und ist Frau Demirbüken-Wegner in verschiedenen Funktionen tätig, unter anderem von 2004 bis 2012 Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, danach bis 2016 Mitglied des Bundespräsidiums.
Auf Berliner Ebene engagiert sie sich im Kuratorium der Krebsstiftung Berlin.

„In der Lenkungsgruppe “Interkulturelle Kompetenz” der Charité arbeite ich mit viel Freude, weil mir damit verbundene Fragestellungen, wie beispielsweise die flächendeckende Implementierung der interkulturellen Öffnung (IKÖ) seit vielen Jahren wichtige Herzensanliegen sind.  Vor allem die IKÖ von Strukturen, Organisationen und Einrichtungen ist ein hervorragendes Instrument, langfristig eine solide Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben von Menschen  unterschiedlicher Herkunft, Religion und kultureller Prägung zu schaffen. Das gilt um so mehr für und in Situationen, wie z.B. in gesundheitlichen Krisen, wo zusätzliche Ängste die Betroffenen  besonders verunsichern. Vor diesem Hintergrund kann das Charité-Projekt zum Vorbild für andere Gesundheitseinrichtungen werden, weil in den Mittelpunkt gerückt wird, wie man Missverständnissen vorbeugen und anders geprägte Krankheitsbilder besser erkennen kann. Ebenso wichtig ist es zu lernen, unterschiedliche Wahrnehmungen zu akzeptieren und die Kranken mit Ihre Familien dort abzuholen, wo sie stehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass damit Wege beschritten werden, die im täglich-en Umgang zu mehr Respekt, Toleranz und Verständnis führen.“


Dr. Christine Kurmeyer

Frau Dr. Kurmeyer ist Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Charité - Standort Virchow
 
„Gelebte Vielfalt ist in der Charité schon lange Alltagspraxis: Patientinnen und Patienten kommen zur Behandlung aus den vielen unterschiedlichen Kulturen Berlins und ganz Deutschlands, aber auch die Beschäftigten in Forschung, Lehre und Krankenversorgung bringen ihre verschiedenen kulturellen Wurzeln und internationalen Erfahrungen mit. Diese Vielfalt ist ein großer Schatz und die Quelle für innovative Ideen. Daher arbeiten wir in der Charité daran, Unterschiede zu würdigen und Gemeinsamkeiten zu pflegen.“


Ulrich Söding

Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH

Herr Söding ist Leiter des Vivantes Instituts für berufliche Bildung im Gesundheitswesen.

Seit 2006 arbeitet das Institut unter dem Motto Integrationsförderung durch berufliche Qualifizierung  daran, gezielt Menschen mit Zuwanderungsgeschichte für das Gesundheitswesen auszubilden und dabei Türen zu öffnen, die sonst verschlossen blieben. Im Jahr 2010 wurde das Institut für dieses Engagement mit dem Berliner Integrationspreis ausgezeichnet. Inzwischen finden sich vierzig Nationalitäten unter den Auszubildenden. Miteinander lernen und dabei voneinander lernen – Fachwissen erwerben und dabei  gleichzeitig interkulturelle Kompetenzen entwickeln – seit nunmehr über zehn Jahren verfolgen wir dieses  Ziel. Für eine bestmögliche Gesundheitsversorgung einer vielfältigen Bevölkerung wie in Berlin bedarf es neben der fachlichen Expertise der Akteure auch ihrer interkulturellen Kompetenz.


Rolf D. Müller

Vorsitzender des Vorstandes a. D.
AOK Berlin – Die Gesundheitskasse
Strategieberatung in der Gesundheits- und Versicherungswirtschaft

Herr Müller wirkt als Experte in nationalen und internationalen Beiräten, Aufsichtsräten, NGO`s und Gremien in Fragen der Gesundheitswirtschaft, komplexer Versicherungsthemen sowie bei Konzeptionen der Integration von Migranten in Berufen des Gesundheitswesens. Herr Müller nimmt Lehraufträge im In-und Ausland wahr.


Dr. Gülhan Inci

Oberärztin in der Charité, Fachärztin für Gynäkologie, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Berliner Gesellschaft Türkischer Mediziner (BGTM)
Ärztliche und Wissenschaftliche Koordination des Projektes Women for Women, Charité für geflüchtete Frauen


Prof. Dr. Ing. Thomas P. Zahn

Geschäftsführer des Gesundheitswissenschaftlichen Instituts Nordost (GeWINO) der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse

Prof. Dr.-Ing. Thomas P. Zahn hat med. Informatik, klin. Management und Wirtschaftsinformatik in Deutschland/USA studiert. Er promovierte im Fachgebiet Neuroinformatik. Seit 2013 leitet er als Geschäftsführer das GeWINO der AOK Nordost. 2016 wurde er zum Professor für Wirtschaftsinformatik/Forschung an der bbw Hochschule berufen. Professor Zahn ist weiterhin auch GeWINO-Geschäftsführer.


Dr. Birgit zur Nieden

Berliner Senatsverwaltung für Integration

Frau zur Nieden ist Mitarbeiterin für Interkulturelle Öffnung und Partizipationspolitik im Referat Grundsatzangelegenheiten der Migrations- und Integrationspolitik der Berliner Senatsverwaltung für Integration


Dr. Norbert Mönter

Dr. Mönter ist Arzt für Neurologie und Psychiatrie, Psychotherapie und Psychoanalyse und war von 1982 bis 2013 niedergelassen in Charlottenburg. Als vormaliger Vorsitzender des Landesverband Berlin des BVDN (Berufsverband Deutscher Nervenaerzte) gründete er 2003 den Berufsgruppen- und Sektoren-übergreifenden Verein für Psychiatrie und seelische Gesundheit (vpsg) und war bis 2015 dessen Vorsitzender. Als langjähriger Geschäftsführer der PIBB Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg zeichnete er bis Ende 2016 verantwortlich für die Integrierte Versorgung der PIBB, in die über 3000 Patienten eingeschrieben sind (beteiligte Krankenkassen: AOK Nordost, DAK Gesundheit, BKA VBU u.a.). Im Februar 2016 begründete er im Zusammenwirken der PIBB mit XENION das Gesundheitszentrum für Flüchtlinge GZF als gGMBH mit Sitz in Berlin Steglitz. Innerhalb des vpsg leitet er weiterhin den Arbeitskreis "Religion und Psychiatrie" sowie das Projekt PIRA (Psychiatrie-Information-Religion-Austausch), welches mit Lotto- Fördermitteln religionsübergreifend psychiatrische Beratung und Information in religiösen, vorwiegend muslimischen Gemeinden anbietet.
Herr Mönter ist für die KBV beratend in der GBA-AG "Veranlasste Leistungen" tätig. Als Tutor der KBV hat er das Curriculum zur bundesweiten Ausbildung der Qualitätszirkel-Moderatoren mitentwickelt und langjährig selbst Qualitätszirkel durchgeführt; ab Herbst 2017 moderiert er den QZ "Kultursensibler Umgang in der Behandlung von Patienten mit Migrations- resp. Fluchthintergrund".


Barbara Anne Scheffer  

Geschäftsstellenleitung Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen
Projektkoordinatorin

Ich freue mich über das große Interesse so vieler Experten und Expertinnen, interkulturelle Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen zu fördern. Ein wesentlicher Beitrag dazu ist die Bereitschaft zur interkulturellen Öffnung in der Forschung, Lehre und Ausbildung bis hin zu neuen konzeptionellen Überlegungen, deren Leitmotiv Interkulturalität und Kultursensibilität sein sollte.