Über die Geschäftsstelle interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen

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Die Geschäftsstelle

Zur Koordinierungsstelle Interkulturelle Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen:

Im deutschen Gesundheitswesen ist die Zahl von Migranten und Migrantinnen als Kunden signifikant angestiegen. Dies erhöht die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen medizinischen Berufsgruppen des Gesundheitssystems. Hierbei stehen neben sprachliche Barrieren alle Aspekte der interkulturellen Kommunikation im Vordergrund.

Trotz wachsender Herausforderungen existieren noch erhebliche Defizite in der Fort- und Weiterbildung der einzelnen Berufsgruppen und Vernetzung der verschiedenen Berliner Institutionen. Hier greift die Koordinierungsstelle für Interkulturelle Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen (KIK-Berlin) an, die folgende Berufsgruppen mit Patientenkontakt erreichen möchte: Ärztinnen/Ärzte, Krankenpflege, Sozialarbeiterinnen, Hebammen, Psychologen u. a.

Grundsätzlich wird angestrebt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedensten medizinischen Institutionen über die Aktivitäten der Koordinierungsstelle zu informieren. In der Charité bedeutet das, um eine Größenordnung zu nennen, für das Centrum 17 (C 17 Frauenklinik) 440 Mitarbeiter im Pflegebereich und 130 in der Funktionsmedizin. Insgesamt gibt es im gesamten Pflegebereich der Charité, dazu gehören rund 100 Kliniken und Institute in 17 CharitéCentren, 4.100 Pflegekräfte. Darüber hinaus wird eine enge Einbindung der Berufsgruppenverbände und medizinischen Gesellschaften angestrebt. Ferner wird ein breites interdisziplinäres und interprofessionelles Lenkungsteam verankert, um direkte Ansprechpartner zu generieren, die wiederum ihre lokalen Informationsnetzwerke bedienen, um über laufende und geplante Projekte der Koordinierungsstelle zu informieren.

Dazu wird eine Berliner Koordinierungsstelle für interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen notwendig, welche die unterschiedlichen Aktivitäten und Akteure identifiziert, artikuliert und miteinander vernetzt um Synergismen zu nutzen und Redundanzen zu vermeiden.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt neben der verbesserten Darstellung laufender und geplanter Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie in der Identifikation von Defiziten in den einzelnen medizinischen Bereichen zum Thema interkulturelle Kompetenz im Gesundheitswesen. Auch der Austausch mit anderen überregionalen Akteuren und den Ländervertretungen der Bundesländer wird angestrebt, um auch deren Erfahrungen zu nutzen und ggf. eine Harmonisierung der Arbeitsprozesse zu erreichen.