Leistungen der Geschäftsstelle

  • die Identifizierung von interkultureller Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen bzw. bestehende Defizite benennen
  • geeignete Maßnahmen für eine gezielte Weiterbildung im Rahmen interkultureller Kompetenz anbieten
  • die einzelnen Berufsgruppen sektorenübergreifend miteinander in Dialog bringen

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Leistungen

  • Primäre Aufgabe der Koordinierungsstelle war 2016/2017 die Identifizierung von interkultureller Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen bzw. bestehende Defizite zu benennen, um geeignete Maßnahmen für eine gezielte Weiterbildung im Rahmen interkultureller Kompetenz anbieten zu können und die einzelnen Berufsgruppen sektorenübergreifend miteinander in Dialog zu bringen.
  • Hierzu erfolgte eine intensive Netzwerkbildung und eine systematische Befragung verschiedener Aus- und Weiterbildungsinstitute verschiedener Berufsgruppen (Pflegeberufe, Ergotherapeuten, Lopäden, Hebammen etc.) in Berlin und Kartierung der Angebote für Berlin.
  • Eine Expertenrunde (Lenkungsausschuss) wurde eingerichtet. Die Lenkungsrunde hat die Aufgabe die Entscheidungen des Projektes „Interkulturelle Kompetenz im Berliner Gesundheitswesen“ zu begleiten und über die weiteren Ziele mit zu entscheiden. Die Mitglieder der Lenkungsrunde arbeiten ehrenamtlich. Die Mitglieder der Lenkungsrunde sind Experten*innen ihres Faches und an der Entwicklung der I. und II. Online-Abfrage beteiligt.
  • Ziel der weiteren Projektphase 2018 – 2019 ist die Entwicklung von Qualitätsindikatoren und -standards mit Hilfe von einer internationalen Recherche in Deutschland sowie in den sich traditionell als Einwanderungsland definierenden Ländern USA, Kanada, Australien, England, Frankreich, Belgien, Niederlande. Hierbei werden dann neben den Aspekten der systematischen Fort- und Weiterbildung auch Kriterien der Personalentwicklung und kulturellen Öffnung in der Dienstleistung einbezogen.
  • Einrichtung eines Beirats (in Absprache mit der Senatsverwaltung für Gesundheit) zur Festlegung von Qualitätsstandards.
  • Einrichtung von Qualitätszirkeln (QZ)
  • Zusätzlich ist geplant, über die Lenkungsrunde (Expertenrunde) Empfehlungen zur Begegnung eventueller Defizite in Form eines Berliner Positionspapiers zu formulieren.

Bisherige Online-Abfragen

I. Online-Abfrage

Um interkulturelle Kompetenz bzw. bestehende Defizite zu ermitteln, wurde eine erste Online-Abfrage zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen“ an Ausbildungsstätten Berlins erarbeitet und durchgeführt.

Der Fragebogen richtete sich an Dozenten und Dozentinnen in verschiedenen Berliner Ausbildungsstätten. Abgefragt wurden Kenntnisse, Interesse und evtl. Sensibilisierung für interkulturelle Kompetenzen in Ausbildungsgängen im Berliner Gesundheitswesen, sei es bei Dozenten*innen selbst, den Auszubildenden oder in den Ausbildungsgängen bzw. in den Curricula.
Bei dem Online-Fragebogen handelt es sich um ein deskriptives Auswahlverfahren in den verschiedenen Gesundheitsberufen.

Beteiligte Ausbildungsstätten im Online-Verfahren:

  • Charité-Gesundheitsakademie (Ärzte, Pflege und andere Gesundheitsberufe),
  • Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH (Ärzte, Pflege und andere Gesundheitsberufe),
  • Akademie der Gesundheit Brandenburg e.V., Campus Buch, Fachbereich Ergotherapie, Klinikum Buch,
  • DRK-Schwesternschaft Berlin e.V., Bildungszentrum für Pflegeberufe, Schule für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege,
  • Ludwig Fresenius Schulen,
  • IFBE med. GmbH, staatlich anerkannte Schule für Ergotherapie,
  • Staatlich anerkannte Schule für Ergotherapie im Evangelischen Waldkrankenhaus Spandau,
  • Akademisches Lehrkrankenhaus der Humboldt-Universität zu Berlin,
  • Wannsee-Schule e. V., Schule für Gesundheitsberufe,
  • Akademie der Gesundheit Brandenburg e.V., Campus Buch, Schule für Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Schule für Gesundheitsberufe,
  • IB Akademien,
  • Fresenius- und Logopädinnenschulen,
  • Charité Gesundheitsakademie, Ausbildungsbereich Gesundheits- und Krankenpflege u. a.

Ergebnis: Erste Online-Abfrage zum Thema „Interkulturelle Kompetenzen im Berliner Gesundheitswesen“ an Ausbildungsstätten Berlins

Auswertung internetbasierte Umfrage: „Interkulturelle Kompetenzen in der Ausbildung im Berliner Gesundheitswesen“ mit insgesamt 19 Fragen. Die Auswahl der Fragen begrenzt sich auf die wichtigsten Aspekte für das Ergebnis der These/ Fragestellung:

Weit über die Hälfte der befragten AusbilderInnen sind in Einrichtungen wie in der Schule für Gesundheitsberufe GmbH oder DRK tätig. Dabei kommen Ausbildungsplätze zum Gesundheits- und Krankenpfleger*in und Ergotherapeut*in häufiger vor, als Ausbildungen in Richtung Hebamme/Entbindungspfleger sowie Operationstechnischer Assistent/ -technische Assistentin und Diätassistent*in.

  • In einem Jahrgang befinden sich im Durchschnitt 43 Auszubildende, davon sind durchschnittlich 16% mit Migrationshintergrund, wobei das eher nicht systematisch ermittelt wird.
  • Die Dauer der Ausbildung beträgt 3 Jahre.
  • Die Auszubildenden verfügen neben Deutsch über andere Sprachkompetenzen, wie türkisch, spanisch, englisch, französisch etc., die ebenfalls nicht systematisch ermittelt werden.
  • Bei 85% von 47 Ausbildern wird als Bestandteil des Unterrichts interkulturelle Kompetenz angeboten.
  • Bei den 47 Ausbildern erfuhren 33% selbst eine inhaltliche Schulung zum Thema interkulturelle Kompetenz, bei 26% eine methodische Schulung.
  • Bei ihren Auszubildenden sind durchschnittlich 24 Stunden für das Thema Interkulturelle Kompetenzen im gesamten Lehrgang veranschlagt, die meistens ab dem 1. Ausbildungsjahr beginnen und meistens über mehrere Unterrichtsblöcke verteilt sind.
  • Die Themengebiete/Schwerpunkte sind Migrationsgeschichte, Kulturschock, Dimensionen von Kultur, interkulturelle Pflege.
  • Die Unterrichtseinheiten werden durch Evaluationsbögen, Feedback, Kommunikation etc. evaluiert und werden meist nicht schriftlich geprüft.

Bei der Frage mit den wichtigsten Schwerpunkten für interkulturelle Kompetenz ergab die Umfrage folgende Rangfolge:

1.    Die Sensibilität
2.    Die Kommunikation
3.    Die Kompetenzen/ Empathie

Verfahren: Survey-Monkey Abfrage.

II. Online-Abfrage

2017/2018 wurde eine II. Online-Abfrage entwickelt: Befragung zur Versorgung von Patienten und Patientinnen mit Migrationshintergrund im Berliner Gesundheitswesen.
   
Es handelt sich um eine quantitative Befragung des medizinischen Personals.
Der Hauptgegenstand der Studie ist die Bestandsaufnahme der medizinischen Betreuungssituation von Patienten und Patientinnen mit und ohne Migrationshintergrund aus der Sicht des medizinischen Personals. Es ist ein Beitrag zur migrantenspezifischen Versorgungsforschung. Die erhaltenen Informationen sollen dazu dienen, Interventionsmaßnahmen zur Verbesserung der Betreuungssituation von Migranten und Migrantinnen zu entwickeln und diese in die möglichen Fort- und Weiterbildungsangebote einfließen zu lassen.

Auswertung/Verfahren: Survey-Monkey, statistisches Auswertungsverfahren.
Ethikvotum: wurde eingeholt.

Die Abfrage erfolgte unter Beteiligung von:

  • Berufsverband der Frauenärzte
  • NOGGO Nord-Ostdeutsche Gesellschaft für Gynäkologische Onkologie e.V.
  • Niedergelassenen Psychologen/ -therapeuten
  • Berufsverband Berliner Gynäkologen
  • Charite/ alle Standorte und von Vivantes/ alle Standorte

Zeitfenster: 2017 – 2018 - Die Abfrage dauert noch an.

Diese Studie wurde von der Koordinierungsstelle initiiert und modifiziert in Anlehnung einer anderen von der Charité konzipierten Studie (Prof. Dr. M. David).

  • Ziel der weiteren Projektphase 2018 – 2019 ist die Entwicklung von Qualitätsindikatoren und -standards mit Hilfe von einer internationalen Recherche in Deutschland sowie in den sich traditionell als Einwanderungsland definierenden Ländern USA, Kanada, Australien, England, Frankreich, Belgien, Niederlande. Hierbei werden dann neben den Aspekten der systematischen Fort- und Weiterbildung auch Kriterien der Personalentwicklung und kulturellen Öffnung in der Dienstleistung einbezogen.
  • Einrichtung eines Beirats (in Absprache mit der Senatsverwaltung für Gesundheit) zur Festlegung von Qualitätsstandards.
  • Zusätzlich ist geplant, über die Lenkungsrunde (Expertenrunde) Empfehlungen zur Begegnung eventueller Defizite in Form eines Berliner Positionspapiers zu formulieren.