IPIKA - Plus

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IPIKA plus

IPIKA steht für „Interprofessionelles und Interkulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst“. Es handelt sich um ein Projekt, das durch Förderung der Robert Bosch Stiftung an der Charité Universitätsmedizin im Zeitraum 2016-2017 eine Fortbildungsreihe in fünf Modulen zur Stärkung interkultureller und interprofessioneller Kompetenzen für Ärzt/innen, Pflegekräfte und Sozialdienstmitarbeiter/innen entwickelt und durchgeführt hat. Projektpartner neben der Charité war die Alice Salomon Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin. 
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Das Projekt IPIKA Plus schließt an das IPIKA Projekt an. Durch weitere Förderung der Robert Bosch Stiftung und Fortsetzung der Kooperation mit der Alice Salomon Hochschule werden IPIKA Fortbildungsinhalte institutionell nachhaltig verankert.
So bietet IPIKA Plus im Jahr 2018-2019 ein Curriculum zur Entwicklung interkultureller und interprofessioneller Kompetenzen von Charité Mitarbeiter/innen im klinischen Bereich an der Charité Gesundheitsakademie an. Inhalte des Curriculums sollen über 2019 hinaus von der Charité Gesundheitsakademie regulär angeboten werden.

Interkulturelle Kompetenzen in der Klinik - IPIKA Plus Fortbildungsreihe an der Charité Gesundheitsakademie 
(64 Unterrichtseinheiten, Module auch einzeln buchbar)

Modul 1: Umgang mit Konflikten in interkulturellen Kontexten (22.-23.03.2018)
•    Interkulturelle Kompetenz (Einführung)
•    Schwierige Gespräche führen mit Patienten und Angehörigen
•    Deeskalationsstrategien, interkulturelle Konfliktlösung
•    Erarbeitung von individuellen Handlungsoptionen
•    Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
•    Die Rolle interprofessioneller Zusammenarbeit

Modul 2: Arbeit mit Dolmetschern / Umgang mit Sprachbarrieren (14.-15.06.2018)
•    Fallstricke beim Umgang mit Sprachhürden
•    Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Dolmetscherdiensten, Telefon- und Videodolmetschen
•    Praktische Übungen mit professionellen Dolmetschern (Sprach- und Kulturmittlern) und Simulationspatienten  
•    Bildtafeln (z.B. tip doc) und Internet-Kommunikationshilfen richtig einsetzen

Modul 3: Kulturelle Krankheitskonzepte und Bewältigungsformen (20.-21.09.2018)
•    Zusammenhänge zwischen Migration, Flucht und Gesundheit
•    Kulturelle Konzepte von Krankheit und Gesundheit
•    Unterschiedliche Symptompräsentationen / Bewältigungsformen
•    Kulturelle Unterschiede in den Rollen von Arzt, Pflegenden, Patient und Angehörigen
•    Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
•    Praxisorientierte Rollenspiele mit Simulationspatienten

Modul 4: Interkulturelle Ethik-Kompetenz (15.-16.11.2018)
•    Interkulturelle ethische Konfliktfelder (Einführung)
•    Umgang mit ethischen Differenzen in interkulturellen Settings
•    Entscheidungsfindung am Lebensende aus interkultureller Perspektive
•    Selbstreflexion, Perspektivenwechsel
•    Die Rolle interprofessioneller Kooperation

Informationen bei:
Fr. Baharan Naghavi
Projektkoordinatorin – Interkulturelle Kommunikation
Charité Comprehensive Cancer Center
Invalidenstraße 80, 10115 Berlin
Tel: +49 (0)30 450 564 715
E-Mail: baharan.naghavi(at)charite.de

Dr. phil. Ute Siebert
Leitung Konzeption IPIKA Plus
Tel: +49 (0)30-6950 8256
E-Mail: kontakt(at)siebert-interkulturell.de

IPIKA Plus führt außerdem interkulturelle Fortbildungen und Train-the-Trainer Einheiten im Rahmen des Integrationsmanagements im Pflegebereich der Charité durch.

Als dritte Maßnahme entwickelt IPIKA Plus für die Alice Salomon Hochschule Berlin einen berufsbegleitenden Zertifikatskurs, der ab Wintersemester 2019/20  im Programm des Zentrums für Weiterbildung der Alice Salomon Hochschule erscheint und für Vertreter/innen verschiedener Gesundheitsberufe buchbar ist.
Somit werden die IPIKA Plus Fortbildungsinhalte über die Charité hinaus auch für Mitarbeiter/innen anderer Institutionen und Einrichtungen im Gesundheitswesen zugänglich.